U.Lorenz: Endstation, Alter Güterbahnhof, Osnabrück, 2013

Verlorene Orte

(last Update: 30.04.2017)

Der alte Güterbahnhof in Osnabrück


Der „Alte Güterbahnhof“ in Osnabrück erregt seit langem die Gemüter. Fest steht, es ist eine tolle „Location“ nicht nur, um Fotos zu machen. Jahrelang hat sich eine Kleinkunst- und Musikszene hier angesiedelt bis die sogenannte „Lebensquelle“ das Areal erworben hat, die auf dem Areal ein „Gemeindezentrum“ bauen will und sich nun mit der Stadt Osnabrück aber nicht über die weitere Nutzung des Geländes einigen kann. Vorher hatte die Stadt auf ihr Vorkaufsrecht für das Areal verzichtet und so den Erwerb durch eine Immobliengesellschaft im Besitz der Lebensquelle erst möglich gemacht.

Rundblick durch eine Halle:


Die Kleinkunst- und Musikszene am alten Güterbahnhof ist nun fast Geschichte. Laut Ratsbeschluss vom 5. April 2016 soll das Gelände nun ausschließlich gewerblich genutzt werden. Eine kulturelle oder soziale Nutzung wird nun ausgeschlossen. Die Motivation für diesen Beschluss dürfte nicht nur im Bedarf an Gewerbeflächen liegen, sondern soll vor allem die Pläne der ehemaligen Zion GmbH für ein Gemeindezentrum durchkreuzen. Leidtragende sind die Bürgerinnen und die Kulturschaffenden in Osnabrück.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes „verlorener Ort“:

Gelände des alten Güterbahnhofs, 2017
Gelände des alten Güterbahnhofs, 2017
Gelände des alten Güterbahnhofs, 2017

Letzte Hoffnung?

„Ganz Gallien ist besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein kleines Dorf leistet Widerstand.“ …:

Petersburg.

Pressemitteilung des Kulturverein Petersburg e.V. vom 27.04.2017

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis der Kulturverein Petersburg e.V. sich von den Rechtsstreitigkeiten mit der „Zion GmbH“ (mittlerweile „3g Group GmbH“) erholen und wieder mit frischer Energie neuen Projekten und Freiräumen widmen konnte. Das gilt – wie zu erwarten war – nicht für die Gruppen des Freiraum Petersburg am alten Güterbahnhof. Nach [Weiterlesen…]

Links:

Website des „Kulturvereins Petersburg“: http://freiraum-petersburg.de/.

Die „Petersburg“ auf Youtube: Freiraum hinter Gittern.

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